130 Jahre Auto fahren und jetzt?

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Erstes Automobil Benz-Daimler

Für viele Menschen ist das das Non-Plus-Ultra: Das Autofahren. Vor 130 Jahren nahm dies seinen Anfang.

Das Automobil wurde bekanntlich von Carl Benz und Gottlieb Daimler entwickelt, wobei das Patent auf das Fahrzeug mit Gasmotorenantrieb von Carl Benz angemeldet wurde. Heute, 130 Jahre später, steht die Mobilität vor einer neuen Revolution! Naja, nicht nur die Mobilität, alle Bereich bis zur Landwirtschaft.

Das Autonome Fahren ist das Zauberwort und meint damit, dass das Auto wirklich von selbst fährt. Daher ja der Name „Auto“ von Selbstständig, wie Autonomie, Autogen etc… Die meisten Autohersteller dieser Tage bemühen sich darum, das Auto wirklich von selbst fahren zu lassen. Wenn es auch verschiedene Begriffe dafür gibt, von Autonomes Fahren über Autopilot oder Pilotiertes Fahren, gemeint ist, dass das Auto wie von Geisterhand bewegt erscheint.

Die Augen und Ohren des Fahrzeugs sind Sensoren – klingt kompliziert ist aber ganz einfach. Sensoren sind Kameras, deren Bildmaterial ausgewertet wird. Oder Radar, Laserscanner und Ultraschall gehören zu den Sensoren. Damit kann das Auto die Umwelt erkennen. Dafür benötigt es nur noch ganz viel Software, die aus Algorithmen bestehen. Damit analysiert das Programm die Umwelt und kann entsprechende Signale an die Steuereinheit weitergeben. Über Aktuatoren werden aus digitalen Signalen, mechanische Bewegungen.

Erkennt ein Auto beispielsweise eine Person auf der Fahrbahn, wird – simpel ausgedrückt – auf die Bremse getreten – ohne menschliches Zutun.

Der nächste Schritt ist die Kommunikation der Fahrzeuge mit anderen Fahrzeugen und der Infrastruktur, also Ampeln oder Parkhäuser. Damit ist man über die Verkehrslage informiert und kann automatisch eine bessere Strecke auswählen. Da die Parkhäuser ihre Parkplätze anmelden, weiß das Auto sogar, wo es parken kann. Dafür gibt es derzeit aber verschiedene Projekte, wie eine Wahrscheinlichkeitsberechnung ob der Parkplatz am Straßenrand frei ist. Die anderen Autos können über die Verkehrslage oder gefährliche Stellen, wie Glatteis, berichten.

Die neue Welt der Digitalisierung soll den Verkehr flüssiger machen, solche Autos geraten nicht in den Stau. Sie sollen sicherer sein und Unfälle vermeiden können – wenn man bedenkt, dass mehr als 90 Prozent der Verkehrsunfälle auf menschliches Versagen zurück zu führen sind.

Die bittere Nachteilspille dabei ist, das Geschäft mit den Daten. Denn die Daten sind in der Informationsgesellschaft das Gold. Damit kann man Verkehrsprognosen liefern, die Ankunftszeit berechnen oder die Fahrdaten zu Versicherungszwecken heranziehen. Auch die Werbung will an diese Daten, das dürfte wohl auch der Grund sein, warum Google in diesem Geschäft mitmischt.

Wenn man im Auto nichts zu tun hat, kann man sehr gut etwas verkaufen. Die Leute können ja nicht mal weglaufen. So werden Fahrten künftig zu einer Dienstleistung – einem Taxiservice. Und die Zeit während der Fahrt ist vermutlich interessanter für den Kommerz, als der Transport selbst. Künftig wird man dann auch kein Auto mehr kaufen, sondern ein Abo haben – das alle Verkehrsmittel impliziert. Dabei fragt man sich: Schießen sich die Autohersteller mit der Entwicklung nicht ins eigene Knie? Nein, sie müssen sich aber anpassen und Google macht vor, wie das geht…

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