Baumharz wird zu Bernstein

Baumharz

Dass Berstein vor langer Zeit einmal der Harz eines Baumes war, ist ja bekannt. Doch woher kommt der Name und warum ist Bernstein in verschiedenen Sprachen unterschiedlich?

Bernstein war schon im Altertum und in der Antike ein begehrter Rohstoff, der zumeist den reicheren Fürsten vorbehalten war. Aus Bernstein machte man Kunstwerke oder baute es in Kunstwerke ein. Und das bekannteste Kunstwerk ist das verschollene Bernstein-Zimmer.

Chemisch gesehen gibt es Unterschiede, was den Bernstein betrifft, so unterscheidet man zwischen den Arten: Gedanit, Glessit, Beckerit und Stantienit. Der Bernstein besteht natürlich nicht aus einem Stein, es hat auch keinen Mineralgehalt, es sei denn es sind Steine eingeschlossen. Der Harz des Baums ist ja ein Wundenheilmittel für den Baum, das rein organisch ist.

Bernstein – woher kommt der Name?

Unser Wort für Bernstein kommt aus dem Mittelhochdeutschen, von Brennstein, was damals Börnsteen war. Aber man hatte weit gefehlt, woher der Stoff kommt…

Doch warum heißt der Bernstein bei uns so und beispielsweise auf englisch Amber, oder auf französisch ambre jaune, oder auf spanisch el ámbar und schließlich ambra auf italienisch. Jetzt könnte man denken, na klar, es hat einen lateinischen Ursprung – aber nein! Bei den Römern hieß Bernstein, was man den Griechen geklaut hat, Electrum. Das hieß soviel wie Glänzen. Er wurde aber auch succinum genannt, was sinngemäß dickflüssig bedeutet – ja die Römer hatten schon erkannt, woher der Rohstoff wirklich kommt.

Der Begriff Amber kommt aus dem arabischen Sprachgebrauch. Diese hatten den Begriff anbar für den kostbaren Werkstoff. Der ursprünglich germanische Begriff war übrigens Glas von glesum, wie römische Quellen berichten.

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