Buschwindröschen oder wie man auch sagt…

Buschwindröschen

Diese Pflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse ist giftig und es gibt gerade in der Schweiz viele Namen dafür.

Das Buschwindröschen ist eine empfindliche Pflanze, die man vor allem im Wald findet, oder eben im Unterholz. In manchen Gegenden heißt diese weiße Pflanze, die giftig ist, auch Hexenblume. Das hat einen recht witzigen Grund.

Im späten Mittelalter glaubte man wenn man die Pflanze trocknet und raucht, soll es Dich befähigen Hexen zu sehen, also zu erkennen. Dabei soll das Gift beim Trocknen eigentlich verloren gehen. Das Gift im Buschwindröschen ist das Protoanemonin, welches ein Jucken bei Hautkontakt auslösen kann.

Der lateinische, also botanische Begriff für das Buschwindröschen heißt: Anemone nemorosa. Um St. Gallen herum sagen viele Leute noch Aeschabluomen (Aschenblumen), Tubateckel, Osterblueme, Wissi Steibluoma, Zitlosa, Gaisanägeli, Gaisglöggli, Merzaglöggli, Schneeglöggli oder Geistblüemli (eher bei Luzern) und so ähnlich in Appenzell: Gastglöggli. Bei Bern sagt man eher Geissblumen. Insgesamt sagt man in der Schweiz auch Geisseblüemli (Geissenblümchen), Gugguche oder Guggechblume dazu.

Im mittleren Norden von Deutschland sagt man zuweilen auch mal Aprilenblume oder Hahnefüssel. Im Erzgebirge kommt auch der Name Käsblume oder sogar Katzenblume mal vor. In Schwaben deutet der Name Licht, Luck, Luk auf eine keltische Gottheit – Lug, der Sonnengott und Gott des Lichts – Kommt daher das schweizer Wort: Luaga? Andere Begriffe sind Storchblume Weiter im Norden sagt man bei an der Nordseeküste Ostblome oder Osterblome.

Im österreichischen Salzburger Land sagt man auch Schneekaterl dazu.

Bei der ersten Dokumentation der Pflanze bei Hieronymus Brunschwig um das Jahr 1500 war es ein „unbekanntes Waldkraut“.

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