Ein Auge riskieren

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Ritterruestung

Woher kommt das Sprichwort „Ein Auge riskieren“? Aus dem Mittelalter…

Ja, vieles in unserer Gesellschaft ist durch die Epoche des Mittelalters geprägt – nach wie vor. Und die Technik des Mittelalters war zuweilen nicht so „mittelalterlich“ wie man denken könnte. Die Ikone des Mittelalters war der Ritter, dessen Ende auch das Ende des Mittelalters war – es war die Artillerie.

Das große Fest der Ritter war bis in die frühe Neuzeit das Turnier. Die Ritterturniere dienten nicht nur dem Amüsement, sondern auch der technischen Weiterentwicklung der Reiter in der Rüstung. Oftmals war es der ganze Stolz eines Ritters. Doch genau diese Rüstung war auch sein Ende, denn es machte ihn in der Strategie neuer Kriege zu anfällig.

Besonders der Helm war aufwändig und teuer, wie das gesamte Konstrukt. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich der Helm weiter, sodass man mehr sehen kann. Es gab sogar Klappen, mit denen man eine bessere Übersicht hatte. Wenn man diese Klappe öffnete, riskierte man sein Auge – wenn man sich im Kampfgetümmel befand. Daher kommt dann auch der Ausspruch „ein Auge riskieren.“ Denn im Kampf kann sowas „ins Auge gehen“! 😉

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