Feuerwanze: Kannibalismus oder Trauer?

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Kannibalistische Feuerwanze

Jedes Jahr im Frühjahr sieht man sie in ganz Europa: Die Feuerwanze. Diese hier war sehr lange um einen toten Artgenossen herum.

Früher hieß es Tiere hätten keine Seele, keine Vernunft und keine Emotionen. Doch inzwischen weiß man, dass das Quatsch ist. Tiere haben Emotionen und können sie erkennen, sie hamstern für die Zukunft und trauern um verstorbene Artgenossen. Stellt sich die Frage: Gilt das auch für Insekten?

Die Feuerwanze wird oft verwechselt mit dem Feuerkäfer, der aber ganz anders geartet ist. Diese auf dem Bild zu sehende Feuerwanze näherte sich einer toten Wanze, die auf dem Rücken lag. Über den ganzen Zeitraum, irgendwann ging ich, blieb die Feuerwanze bei dem toten Artgenossen. Selbst ein kopulierendes Paar, das von einer anderen Feuerwanze verfolgt wurde, beeindruckte diese Wanze nicht. Die verfolgende Wanze sprach auf das Pärchen, als die in eine Mulde liefen.

Die Feuerwanze bei dem toten Insekt versuchte das Tier zu drehen und berührte es mit den Fühlern. Kann das Trauer gewesen sein? Es ist offenbar dokumentiert, dass Feuerwanzen auch zu Kannibalismus neigen. Sie ernähren sich aber eigentlich von Samen und saugen an Stengeln der Pflanzen.

Feuerwanzen Koppulierend und trauernd

Hier gibt’s noch ein paar Bilder von Zusammenrottungen der Viehcher und hier eine kleine Hommage mit dem Titel: Insekt im Nadelstreifenanzug.

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