Geschichte des Karpfens

Karpfen

Der Karpfen ist ein sehr beliebter Speisefisch und das auch schon seit Jahrtausenden.

In ganz Europa hat der Karpfen einen ähnlichen Namen, das deutet darauf hin, dass er schon in der Antike in Europa angekommen war. Seinen Ursprung findet der Fisch allerdings in Asien, wo ihn Händler fanden und mitbrachten.

Jedoch war es in der Antike eher noch die Ausnahme. Ob es wirklich die Römer waren, die den Fisch nach Europa brachten ist ungewiss. Auch die Kelten hatten einen Begriff für diesen Fisch: Carbhanach und die späteren Welschen, also auch Kelten nannten den Fisch Carp.

Im Althochdeutschen, also im ersten Jahrtausend, sagt man auch noch charpho, doch im Laufe des Mittelalters erlebt der Fisch seine erste Blütezeit und im mittelhochdeutschen, also im hohen Mittelalter, heißt er dann schon Karpfe oder Karpe, als die weibliche Form. Auch Cassiodor, ein römischer Senator und Schreiberling, erwähnt das Tier als Carpa. Er lebte von 486 bis 589 n. C., also der Spätantike. Wer hat hier wen beeinflusst hat, lässt sich heute wohl nicht mehr nachvollziehen.

Dass der Fisch so viel Beachtung fand, lag im Mittelalter daran, dass man als Christenmensch Freitags und an Fastentagen, welche immerhin die Hälfte des Jahres ausmachten, kein Fleisch essen darf. Der Süßwasserfisch, der anfangs zur Zierde in die Teichs geworfen wurde, dient wegen seiner Fähigkeit im Teich zu leben ein wichtiger Teil der Nahrung.

Vor allem Klöster hielten sich eigens für den Karpfen angelegte Teiche, damit man auch an Fastentagen Proteine zu sich nehmen kann.

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