Siegessäule Berlin: Goldelse aka Viktoria

Siegessäule-Goldelse-Berlin

Die Siegessäule in West-Berlin gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der deutschen Hauptstadt, auf ihr findet sich die Goldelse, wie man sie in Berlin nennt.

Die Siegessäule findet sich auf dem sogenannten Großen Stern in Berlin, in Tiergarten. Diese Säule samt der darauf thronenden Viktoria, im Volksmund Goldelse genannt, wurde von 1864 über neun Jahre lang erbaut. Sie stand als Symbol für den Sieg der Preußen gegen Dänemark 1864, allerdings wurden während des Baus noch zwei Siege errungen: 1866 gegen Österreich und 1870-1871 gegen Frankreich – was zur Deutschen Reichseinheit führte. Damit ist sie auch ein Nationalsymbol in Deutschland.

In den Vorkriegsjahren des zweiten Weltkrieges wurde die Säule auf ihren heutigen Platz versetzt und nach dem Krieg sollte sie gesprengt werden, doch dem französischen Wunsch sind die anderen Aliierten nicht nachgekommen.

Goldelse | Viktoria auf der Siegessäule

Die 8,3 Meter hohen Goldelse ist aus vergoldeter Bronze und stellt Viktoria dar, sie hält rechts einen Lorbeerkranz (das Symbol römischer Herrscher) und links einen Stab mit einem Kreuz darin hoch. Wie der Name schon sagt, ist Viktoria die römische Göttin des Sieges, daher auch die Flügel – kein Engel, sondern römisch-griechische Mythologie. Allerdings weist der Helm mit den Adlerflügeln auf die preußische Tradition. Viktoria von Großbritannien war damals aber auch die Kronprinzessin von Preußen.

Ihren Spitznamen bekam die Goldelse wegen des Romans, der zu jener Zeit populär war: Goldelse von E. Marlitt (1866)

Frauen als Nationalsymbol hat lange Tradition

Obwohl man hier offensichtlich das Römische darstellen will, hat die Frau im germanischen Raum immer eine besondere Rolle gehabt. Schon bei den antiken Germanen (das sind nicht die Deutschen) galten Frauen als Seherinnen und so hatten sie eine gesellschaftliche Sonderrolle.

In dem Erwachen der Nationalstaaten in Europa wurden die Frauen wiedermals bemüht und ihr Ursprung wurde verklärt, so gibt es auf der Seite Deutschland die Germania, eine Frau die symbolisch für Deutschland steht und Marianne für Frankreich, die seit der Revolution genutzt wird.

Die Germania hat Eichenlaub, ein Gewand mit Ornamenten und Tieren wie Adler, Hirsche, Raben, Drachen und Schwäne. Weitgehend Tiere und Symbole die schon die Kelten, aber auch die Germanen nutzten! Nicht zu vergessen, dass die Franken, die später Frankreich gründen, ebenso Germanen waren – ein Begriff den Caesar für all die Stämme aus dem Norden nutzt und neuerdings fragt man sich, ob man zwischen Germanen und Kelten einen Unterschied machen kann, soll?

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