Skifahren – Wintersport mit langer Geschichte

Wintersport Ski

Wer hätte gedacht, dass unsere Vorfahren schon vor rund 5000 Jahren auf einfachen Holzbrettern den Hang hinunterrutschten?

Mittlerweile zählen Skifahren, Rodeln und andere Wintersportarten zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten, nicht nur für die Bewohner der Bergregionen. Doch wie wurde das Skifahren so populär?

Von Norwegen in die Schweiz: Der Siegeszug des Skisports

Bevor der Skisport die Alpen erreichte und zahlreiche Winterurlauber ihre Skiferien in Laax oder anderen bekannten Skigebieten der Schweiz verbrachten, haben schon Bewohner der norwegischen Insel Rödöy eine Felszeichnung eines Skiläufers hinterlassen. Das Alter der Abbildung wird auf 4500 Jahre geschätzt – Skier als Fortbewegungsmittel blicken also auf eine lange Geschichte zurück. So wussten schon unsere Vorfahren in den norwegischen Bergregionen, wie sie sich den schnellsten Weg durch die schneebedeckte Landschaft bahnen können. Aus Norwegen stammt auch der Begriff „Ski“. Eine Legende aus dem Mittelalter erzählt sogar von Skiläufern aus dem hohen Norden, die selbst die gefürchteten Wikinger besiegten. Dank ihrer wendigen Skier blieben sie nicht wie die Wikinger im Schnee stecken.

In Norwegen entwickelte sich schließlich das Skifahren zum Freizeitspaß. Hier wurde der bekannte Telemarkstil geboren, und im Jahr 1870 entwickelte der Norweger Sondre Norheim die erste Seilzugbindung. Als im Jahr 1888 der Polarforscher Fridtjof Nansen auf Skiern Grönland durchquerte und einen Bestseller über seine Abenteuerreise schrieb, löste er den ersten Ski-Boom aus. Sportbegeisterte Großstädter interessierten sich nun für die „norwegischen Schneeschuhe“ und machten in den deutschen Mittelgebirgen ihre ersten Erfahrungen auf den damals noch recht einfachen Brettern.

In den Alpen angekommen ist der Skisport spätestens im Jahr 1936, als der alpine Skilauf bei den olympischen Winterspielen in Garmisch als olympische Disziplin anerkannt wird. Doch noch wird die neue Freizeitaktivität nur von wenigen, elitären Gruppen ausgeübt…

Skifahren – mittlerweile ein Massensport

Erst nach dem zweiten Weltkrieg strömten immer mehr Urlauber in die Wintersport-Gebiete der Alpen. Ferienorte entstanden, Lifte wurden gebaut und Skischulen bieteten Kurse für Ungeübte an. An verschiedenen Ski-Disziplinen mangelt es schließlich nicht: Ob Telemark, Freestyle oder Langlauf – wer Skifahren lernen will, muss hin und wieder einen Sturz in den kalten Schnee hinnehmen.

Mittlerweile leben ganze Regionen von der Lust am Skifahren. Ob in der Sächsischen Schweiz auf 300 bis 500 Metern oder in den Schweizer Alpen, die insgesamt 82 Gipfel über 4000 Meter zu bieten haben – Skiferien sind ein absolutes Highlight für alle Schneeliebhaber und Wintersportbegeisterte!

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