Weinbergschnecke | Gute Kletterer

Weinbergschnecke mit Haus

Die Schnecken, auch die Weinbergschnecken, sind bei den Leuten eher nicht beliebt, denn sie hinterlassen eine Schleimspur. Doch die Weinbergschnecke kann ganz gut klettern und steht unter Artenschutz!

Naja, nicht alle können die Schnecken nicht leiden, bekanntlich gilt die Weinbergschnecke als Delikatesse in Frankreich. In der Schweiz hat das Tier es sogar ins Wappen der Gemeinde Zell (Zürich) geschafft.

Das Häuschen, das die Schnecke mit sich rumträgt, dient als Rückzugsort – bei Gefahr zieht sich die Schnecke ins Haus zurück. Dieses spiralförmige Haus besteht aus Kalk und ist gerade für die Weinbergschnecke diskriptiv. Sie kann das Häuschen sogar wieder reparieren, sofern der Schaden nicht allzugroß ist.

Und die Schnecke hat natürlich auch ein Schneckentempo, allerdings schafft die Weinbergschnecke 7 Zentimeter pro Sekunde, als schießt sie mit einer Geschwindigkeit von 0,0042 Stundenkilometer durch den Wald.

Der Schleim der Weinbergschnecke besteht aus Proteinen und Wasser und sie verliert ihn, um ihre Beinchen zu schützen oder zum Klettern. Denn der Schleim kann mit den Saugbeinchen die Gravitation überwinden und, wie auf dem Bild, damit den Baum hochklettern. Dort sieht man die Schnecke gerade beim Futtern, denn sie mag Pflanzen und hier wohl Moos.

Ganz interessant ist übrigens auch, dass alle Schnecken, also auch die Weinbergschnecke, Zähne hat – naja, eher Zähnchen und nicht wenig! Ungefähr 40.000 kleine Zähne zermahlen die Pflanzenteile  zur Verdauung. Und die Weinbergschnecke ist übrigens ein Zwitter, kann sich aber nicht alleine befruchten.

Im Winter fällt das Tier in einen Winterschlaf oder vielmehr -starre, was auch im Sommer passieren kann, wenn das Wasser ausbleibt, der Schleim muss ja befeuchtet werden.

Seit einigen Jahren ist das Tier mit dem Washingtoner Artenschutzabkommen geschützt.

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