Der laute Star

Stare im Baum

Der Star ist ein sehr schöner Vogel, der aber auch ganz schön laut werden kann.

Der Vogel Star hat seinen Namen wohl ob der weißen Punkte. Das ist aber auch nur geraten, tatsächlich weiß ich nicht. Aber wenn man den Namen auf englisch oder spanisch ansieht, dann könnte man es doch annehmen. Übrigens hat der Star dieses Gefieder nur im Winter. Im Frühling und im Sommer, ist das Purpur des Federkleids dominanter. So kann man fast glauben, es handelt sich um zwei unterschiedliche Vögel. Dafür ist – anders als beispielsweise bei der Amsel – das Federkleid bei Männchen und Weibchen gleich.

In Schwärmen fliegt der Star, vor allem im Herbst, durch die Gegend. Oftmals lassen sie sich auf hohen Bäumen oder anderen hohen Konstruktionen nieder. Dort singen sie dann so laut, dass man selbst am Boden kaum noch das eigene Wort versteht. Das hängt natürlich davon ab, wie viele Stare sich im Baum befinden.

Der Star ist außerdem in der Lage andere Vogelstimmen nachzuäffen. Das nennt man dann “spotten”. Ob der Vogel das tatsächlich tut, um sich über andere Vögel lustig zu machen, ist unklar. Vielleicht dient es der Individualisierung der Vögel. Klar ist aber, dass der Vogel verschiedene Töne und Geräusche machen kann. Vom Pfeifen über ein sch oder ein grr oder ein tsch – wie man das auch immer nennen will.

Es soll sogar Stare geben, die Hunde nachahmen können – also bellen. Ja, selbst Klingetöne von Handys soll man schon gehört haben. Aber meistens imitieren sie Wachteln oder Raubvögel wie Mäusebussarde. Im Schwarm ist es aber eine Kakophonie, die nicht auseinanderzuhalten ist.

Die Gesänge dienen zumindest nicht der Warnung, denn dafür hat der Star bestimmte Laute reserviert. Gewarnt wird vor allem vor Raubvögeln und daher treten sie auch im Schwarm auf, das ist sicherer und einige Tiere können einen Schwarm nicht als solchen identifizieren. Sie sehen dann einen riesigen Vogel – wie auch bei den Fischen.