Eichelhäher – Warninstanz im Wald

Eichelhaeher

Der Eichelhäher ist mit seinen Lauten unverkennbar – die durchgreifenden Töne sind eine Warnung an andere, aber nicht vor ihm.

Wenn man in einen Wald läuft, der von Menschen nur selten besucht wird, hört man ihn schon. Er krächzt und man hat den Eindruck, er schimpft. Dabei warnt er die Vogelwelt und vielleicht auch andere Tiere von sich nähernden Feinden. Das klingt schon fast sozial. Interessanterweise “unterhält” er sich mit seinen Artgenossen in einem anderen Ton. Das klingt eher klickend.

Dass man selbst als Feind erkennbar wird, wird einem in diesem Augenblick klar. Auch wenn man nicht weiß, wer da schreit und warum. Denn das Warum ergibt sich aus der eigenen Tätigkeit, sich in das Ökosystem Wald zu begeben.

Unbewusst weiß man es, dass man selbst es ist, vor dem gewarnt wird. Das erzeugte bei den Menschen der Urzeit vielleicht ein Gefühl von Macht.

Der Eichelhäher hat seinen Namen, weil er gerne Eicheln vergräbt. Das ist sein Überlebenstrick für den Winter. Dabei vergisst er das eine oder andere Depot, woraus dann neue Bäume erwachsen. Übrigens verwendet der Eichenhäher den Schreieffekt auch, wenn beispielsweise eine Krähe ihm seine Essenvorräte streitig machen will. Der Eicherhäher schreit und die Krähe fliegt unvollendeten Raubes davon, weil sie auf den Eichelhäher hört und glaubt es sei eine Gefahr im Anmarsch.

Die Tiere sind bestimmt nicht selten und kommen vielleicht des Öfteren vor die Linse. Ich bin froh, dass ich das Tier mal in einem Foto festhalten konnte und daher muss es hier auhc veröffentlicht werden.